Sonneninsel

von | Juni 8, 2025

Sonneninsel

Irgendwo im Internet habe ich gelesen, dass auf Rhodos 3000 Stunden im Jahr die Sonne scheint. Ich wäre also nie auf die Idee gekommen, dass zwischen April und Mai nur drei von 3000 liegen… 

Für alle anderen Urlauber, die dieses Jahr Rhodos gebucht haben, kann das aber nur bedeuten, dass sie mehr Glück haben werden. Ich schätze, die restlichen 4000 Stunden des Jahres wurden diesen Frühling auf Rhodos nämlich schon abgeregnet. 

 

Manchmal ist das Wetter aber gar nicht so wichtig – Ha! Das ist natürlich jetzt eine echt üble Ausrede. Letzten Sommer habe ich noch gedacht, dass in den kommenden Jahren kein Mensch im Hochsommer mehr ans Mittelmeer möchte sondern stattdessen an die Nord- oder Ostsee reisen wird. Aber jetzt bin ich mir da gerade nicht mehr so sicher. Jedenfalls bin ich im Frühling gereist wie die Gen Z, dabei liege ich irgendwo zwischen X und Y, eher ganz nah an X, befürchte ich. Das Ziel war: Rhodos (also Sonneninsel), All-Inklusive (ja, wirklich), Yoga, gute Musik, Socializing. Als wir Cook’s Club in das Kundenportfolio unserer PR-Agentur aufgenommen hatten, dachten meine Geschäftspartnerin und ich, dass wir selbst für dieses Reisekonzept wohl etwas zu alt seien. Sind wir aber nicht! 

 

Ich hatte eine gute Zeit und das trotz gefühlten 976 Regenstunden. Genau wie 49 Prozent der Gen Z sich laut einer Umfrage wieder für All-Inclusive-Angebote interessiert, habe auch ich an dem Rundum-Sorglos-Paket von Cook’s Club nichts zu meckern. Vielleicht liegt es daran, dass man sich im Alltag ja schon genug Gedanken um alles mögliche machen muss. Erholung, gutes Essen und Service – das ist einfach etwas, was beim Reisen schon sehr angenehm ist. Weil – ich gebe es zu – mir auch nicht mehr egal ist, was auf meinem Teller liegt. Mein Wohlbefinden liegt – und das ist jetzt vielleicht echt total uncool – nämlich auch ganz stark damit zusammen, was und wie ich esse. Dazu kommt, dass ich mich in meinem Alltag als Mama bereits um 5.30 Uhr morgens mit dem Inhalt der Brotboxen meiner Kinder beschäftigen muss. Das will ich im Urlaub auf gar keinen Fall.  

 

Das Konzept von Cook’s basiert auf einem Street Food-orientierten Angebot, es gibt immer Optionen für Veganer, darunter eine fantastische vegane Bolognese, Sushi und lokale Speisen, ein riesiges Frühstücksbuffet und – den besten Kaffee gibt es tatsächlich nicht beim Frühstück, sondern an der Pool-Bar. Ein Fitnessstudio gehört bei Cook’s zum guten Ton, wenn man richtig viel Glück hat, liegt eines der Schwesternhäuser von Casa Cook direkt nebenan, dann kann auch dort kostenfrei gesportlelt werden. Jeden Tag gibt es Yogaangebote und es gibt mindestens einen Pool – der auf Rhodos ist besonders imposant und begrüßte mich beim morgendlichen Schwimmen sogar mit einem Regenbogen-Panorama.  

 

Und dann ist da eben auch immer noch die Bar, an der meistens Musik läuft und zwar nicht von Spotify sondern irgendeinem Menschen, der Turntables bedient. Das ist je nach Tageszeit und Stimmung mal chilliger mal lauter und davor hatte ich am meisten Angst, ist aber unbegründet. Stille findet man nämlich auf Rhodos beim Wandern zu unglaublich schönen Ausblicken auf Buchten und Wasser, das so klar ist, wie in Europa eben nur in Griechenland und Kroatien. Meistens sass ich nachts nicht neben den Turntables, sondern habe gearbeitet. Ich musste den letzten Umbruch meines neuen Buches Korrekturlesen. Damit habe ich wieder einen Millenial-Trend bedient: Reisen und Arbeiten einfach miteinander verbinden. Es hat geregnet, ich habe wenig geschlafen und erholt war ich trotzdem. Spricht für das Hotel und die wahnsinnige Kraft von ein paar Sonnenminuten im Meer und in den Bergen. Und das reicht ja auch, denn für mehr ist halt einfach keine Zeit.